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Fortbildung Konfi-Teamer-Ausbildungen gestalten 5.-7.2.18
Eingestellt am: 03.04.2017

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Standards und Bedingungen für das Zertifikat

Folgende Standards müssen erfüllt werden, um die Teamercard und das Zertifikat der Nordkirche beantragen zu können:

a. Zeitlicher Umfang und Organisationsform

Die Ausbildung umfasst mindestens 30 Zeitstunden. Zusätzlich sind Praxisanteile z. B. in Form von Praxisaufgaben und Reflektionsgesprächen (s. Modul 7) einzuplanen. Die zeitliche Gestaltung ermöglicht und fördert einen Gruppenprozess.
Für die konkrete Organisationsform der Ausbildung bestehen verschiedene Möglichkeiten, die kombinierbar sind:
a) Wochenstundenmodell
b) Zwei Wochenenden
c) Tage

b. Qualifikation der Leitungspersonen
Die verantwortliche Leitungsperson hat eine pädagogische bzw. pädagogisch-theologische Berufsausbildung und verfügt über Erfahrung in der Begleitung von Ehrenamtlichen. Die Einbindung von erfahrenen und ausgebildeten ehrenamtlich Mitarbeitenden in die Leitung ist möglich und sinnvoll.

c. Themen der Bildungsmaßnahmen
Aus jedem der nachfolgend genannten 7 Module sollen Themen in die Konzeption des Bildungsangebotes einfließen. Es ist möglich und gegebenenfalls auch sinnvoll, Themen miteinander zu verknüpfen.
Modul 1: Persönliche und soziale Kompetenzen
Modul 2: Kompetenzen der Rollenwahrnehmung
Modul 3: Gruppenpädagogische und kommunikative Kompetenzen
Modul 4: Methodische Kompetenzen
Modul 5: Spirituelle und religionspädagogische Kompetenzen
Modul 6: Organisatorische Kompetenzen
Modul 7: Praxiserfahrung durch ein eigenes Projekt

Theoretische Konzepte müssen durchgängig einen Transfer in die Praxis (Arbeit mit Kindern, KonfirmandInnen und Jugendlichen) ermöglichen, damit sich die Ausbildung an den Bedürfnissen der 14 – 15jährigen orientiert. Ältere Jugendliche übernehmen individuelle Verantwortung für Gruppen, Schlüssel, Alarmanlage oder Kasse und sind durch die JuleiCa dafür ausgebildet. Die jüngeren TeamerInnen dagegen verstehen sich als Teamleitung, die einer Gruppe gemeinsam gegenübertritt und die Verantwortung in der Gruppenleitung nie alleine übernimmt. TeamerInnen nehmen eine Zwischenposition zwischen den Teilnehmenden und den Gesamtverantwortlichen ein. Ihre Selbsteinschätzung und ihre Rolle finden sie in gemeinsamer Arbeit, Selbstvergewisserung durch Abstimmung miteinander und in der Orientierung an älteren Vorbildern.

d. Darstellung nach außen
Die Bildungsmaßnahme wird vom Veranstalter öffentlich bekannt gegeben. Leistungen, Ziele und Inhalte, Anmeldeverfahren, Kosten, Erreichbarkeit der Leitung, Beginn und Ende der Ausbildung sind transparent. Das Einverständnis der Sorgeberechtigten wird bei minderjährigen Teilnehmenden schriftlich eingeholt. Bei umfangreichen Angeboten ist es sinnvoll, die Eltern schriftlich oder durch einen Elternabend über die Bedingungen und Inhalte des Angebots zu informieren. Kontrakte zwischen TeamerInnen und Ausbildungsanbietenden regeln die gegenseitigen Verbindlichkeiten.

e. Konzeptionelle Einbindung in die Gemeindearbeit
Im Zusammenhang mit der Bildungsmaßnahme ist Folgendes zu gewährleisten:
- Einbindung der Maßnahme in ein Gesamtkonzept der Gemeinde oder eines Projekts
- strukturelle und konzeptionelle Voraussetzungen, um Ehrenamtliche vor Ort sinnvoll begleiten und einbinden zu können.

f. Finanzierung
Die Kosten der TeamerInnenausbildung trägt der Veranstalter der Bildungsmaßnahme (Gemeinde, Region, Kirchenkreis). Die Teilnehmenden zahlen in der regel einen angemessenen Teilnahmebeitrag, der je nach Veranstaltungsart Aufwendungen für die Ausbildung, Unterbvringung und Verpflegung beinhaltet. Jugendliche aus Familien mit geringen Einkommen sollten auf jeden Fall teilnehmen können. Die Finanzierung ist gegebenenfalls durch den Träger der Maßnahme zu übernehmen.

g. Evaluation
Die Auswertung wird sowohl aus der Perspektive der Teilnehmenden als auch der Leitung vorgenommen.
Auswertung aus der Perspektive der Teilnehmenden:
Die Erlebnisse und Erfahrungen, die z.B. mit Spielen, Übungen und unterschiedlichen Arbeitseinheiten in der Bildungsmaßnahme gemacht wurden, werden reflektiert und ausgewertet.
Auswertung aus der Perspektive der Leitung:
Aus der Perspektive der Leitung ist die Bildungsmaßnahme ebenfalls zu reflektieren und weiter zu entwickeln.